Vertriebenenbischof Kaller soll selig gesprochen werden

Als Vertriebener selbst heimatlos, widmete sich Bischof Maximilian Kaller seinen Diözesanen und als Päpstlicher Sonderbeauftragter allen Flüchtlingen und Vertriebenen in Deutschland. Foto: ermlandfamilie.de

Mit Bischof Kaller soll eine Persönlichkeit der katholischen Kirche seliggesprochen werden, die sich bereits unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg für die Versöhnung der Deutschen mit den Menschen in den mittel- und osteuropäischen Nachbarstaaten eingesetzt hat. „Wer um den Frieden betet, muss auch dem Frieden leben“, hatte der vom Papst mit der Seelsorge an den heimatvertriebenen Deutschen beauftragte Bischof in seinem Fastenhirtenbrief 1947 geschrieben.
Das Verfahren für den 1947 in Frankfurt am Main verstobenen Vertriebenenbischof und letzten deutschen Bischof im Bistum Ermland (heute Erzbistum) war 2003 von Deutschen und Polen im Wallfahrtsort Werl (Nordrhein-Westfalen) eröffnet worden.
An seinen Todestag vor 75 Jahren (7. Juli 1947) wird mit einer Gedenkveranstaltung am Sonntag, 10. Juli, in Königstein/Taunus erinnert. Dort war Kaller beigesetzt worden.

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