Gedenken an die Tragödie

Jahrestag: Vor 75 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende

Gedenken an die Tragödie

Das Jahr 2020 steht im Zeichen des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Deutsche Minderheit in Polen will aber auch an das Nachkriegsschicksal der Deutschen im Osten Europas erinnern.

Dazu sollen vor allem zu Beginn des Jahres, wenn an den Einmarsch der Roten Armee erinnert wird, Gedenkfeierlichkeiten an den Orten stattfinden, die symbolisch für das Leid der Deutschen östlich von Oder und Neisse stehen. So sind in Schwientochlowitz (Woi. Schlesien) wie auch in Potulitz (Woi. Kujawen-Pommern), also an Orten, wo nach dem Ende des Krieges Lager für die deutsche Bevölkerung eingerichtet wurden, Feierlichkeiten geplant. 

Den Anfang aber macht der Verband deutscher Gesellschaften in Lamsdorf (Woi. Oppeln), wo sich ebenfalls ein Nachkriegslager befand. Das Gedenken am Samstag, den 26. Januar beginnt um 15 Uhr mit einer Andacht in der St. Maria Magdalena Kirche, danach werden Kränze am Denkmal für die Opfer des Lagers niedergelegt. Im Anschluss hält Prof. Krzysztof Woźniak von der Universität in Lodsch einen Vortrag über das Lager Sikawa und das Schicksal der Lodscher Deutschen. „Dass wir während der Gedenkveranstaltung in Lamsdorf an das Schicksal der Deutschen in Lodsch erinnern, soll zeigen, dass es sich beim Jahr 1945 nicht nur um eine oberschlesische Tragödie handelt, sondern um den Beginn einer tragischen Zeit für alle Deutschen im Osten”, sagt VdG-Vorsitzender Bernard Gaida. 

Wer zu der Gedenkveranstaltung in Lamsdorf die vom VdG gestellte Mitreisemöglichkeit nutzen möchte, kann sich im Büro melden, unter der Tel.Nr. 77 454 78 78.

Foto: Die Gedenktafel für die Opfer des Nachkriegslagers in Lamsdorf Foto: VdG